SPRACHHEILSCHULE: GRUND- UND MITTELSCHULBEREICH
Beschreibung der Schule
Als Kern des Förderzentrums ist die Sprachheilschule „Käthe Kollwitz“ in der Friedrich-Dittes-Straße 9 und in der Uhlandstraße 28 eine von 7 Förderschulen dieser Art im Freistaat Sachsen und die einzige im gesamten Regierungsbezirk Leipzig.
Gegenwärtig lernen hier 350 Schüler in den Klassenstufen 1-9, sowohl aus der Stadt Leipzig als auch aus der weiteren Region.
Kinder, die in der Sprachheilschule lernen, haben schwerwiegende Auffälligkeiten in der mündlichen und/ oder Schriftsprache, oft auch gekoppelt mit Problemen in anderen Bereichen.
Die Sprachheilschule ist eine „Durchgangschule“, d.h. Kinder, die ihre sprachlichen Auffälligkeiten überwunden haben, werden an die jeweiligen Regelschulen umgeschult. Der Begriff „Durchgangsschule“ beinhaltet, dass nach den gültigen Lehrplänen der Grund- bzw. Mittelschulen unterrichtet wird.
Geringe Klassenstärken (max. 12 Kinder in der Grundschule und max. 12 Kinder in der Mittelschule), zusätzliche Stunden zur Rehabilitation sprachlicher Auffälligkeiten und sonderpädagogisch ausgebildetes Personal ermöglichen ein sehr individuelles und sprachheilpädagogisches Eingehen auf jedes Kind.
Schulleitung
Wichtige Hinweise für den Schulalltag
1. Schulanschrift
Förderzentrum Sprachheilschule "Käthe Kollwitz"
Schulteil A
Friedrich-Dittes-Straße 9
04318 Leipzig
Tel.: 0341 - 6963251
Fax: 0341 - 6963211
E-Mail: Sprachheilschule.Leipzig@web.de
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Förderzentrum Sprachheilschule "Käthe Kollwitz"
Schulteil B
Uhlandstraße 28
04177 Leipzig
Tel.: 0341 - 44233840
Fax: 0341 - 442338424
2. Telefonieren
Lehrer und Schulleitung werden in dringenden Fällen an das Telefon gerufen.
Das Sekretariat (Frau Kugge, Frau Schubert) ist von 7:00 bis 13:30 Uhr besetzt:Tel.: 0341 - 6963251 und Fax: 0341 - 69632512 im Schulteil A,
Tel.: 0341 - 44233840 und Fax: 0341 - 442338424 im Schulteil B.
3. Fehlen von Schülern
Die Schulleitung bittet die Erziehungsberechtigten, die Verhinderung des Kindes am Schulbesuch vor Unterrichtsbeginn, spätestens jedoch vor Beginn der 2. Unterrichtsstunde, der Schule mitzuteilen (vgl. § 2 Schulbesuchsordnung). Das kann sowohl telefonisch als auch auf geeignete andere Weise geschehen.
4. Beurlaubung von Schülern
Ein Schüler kann nur in besonderen Ausnahmefällen auf Antrag vom Schulbesuch beurlaubt werden. Ein Klassenleiter kann in begründeten Fällen bis zu zwei Tagen eine Beurlaubung aussprechen.
Für die Genehmigung längerer Urlaubszeiten ist die Schulleitung zuständig.
5. Versicherungsfragen
Durch die Unfallkasse Sachsen ist jedes Kind auf dem Schulweg, in der Schule sowie bei allen Schulveranstaltungen unfallversichert.
6. Unterrichtszeiten Schulteil A (Klassen 1-3)
1.Stunde 07:45 Uhr - 08:30 Uhr
2. Stunde 08:35 Uhr - 09:20 Uhr
Frühstückspause / Hofpause
3. Stunde 09:40 Uhr - 10:25 Uhr
Frühstückspause / Hofpause
4. Stunde 10:45 Uhr - 11:30 Uhr
5. Stunde 11:40 Uhr - 12:25 Uhr
6. Stunde 12:30 Uhr - 13:15 Uhr
Mittagspause
7. Stunde 13:45 Uhr - 14:30 Uhr
8. Stunde 14:35 Uhr - 15:20 Uhr
6. Unterrichtszeiten Schulteil B (Klassen 4-9)
1.Stunde 07:45 Uhr - 08:30 Uhr
2. Stunde 08:40 Uhr - 09:25 Uhr
20 Minuten Pause
3. Stunde 09:45 Uhr - 10:30 Uhr
4. Stunde 10:40 Uhr - 11:25 Uhr
10 Minuten Pause
5. Stunde 11:35 Uhr - 12:20 Uhr
10 Minuten Pause
6. Stunde 12:30 Uhr - 13:15 Uhr
30 Minuten Pause
7. Stunde 13:45 Uhr - 14:30 Uhr
8. Stunde 14:40 Uhr - 15:25 Uhr
Die Schulleitung
Schulsozialarbeit
Susanne Riedel (Erziehungswissenschaftlerin M.A.)
Förderzentrum Sprachheilschule "Käthe Kollwitz"
Schulteil B
Uhlandstraße 28, Zimmer 007
04177 Leipzig
Tel. 0341 – 44 23 38 417
Mobil. 0176 – 548 23 601
E-Mail: ssa.shs-leipzig@kv-leipzig.de
Seit Januar 2008 gibt es am Förderzentrum Sprachheilschule „Käthe Kollwitz“ Schulsozialarbeit. Träger der Einrichtung ist die KINDERVEREINIGUNG Leipzig e.V., Deutscher Platz 4, 04103 Leipzig.
Schule ist für viele Jahre für Kinder und Jugendliche ein Ort, an dem sie sich Wissen aneignen. Sie entdecken Begabungen und Interessen, erleben Beziehungen, Konflikte und Spannungen, aber auch Freundschaft und Zuneigung, sowie Erfolg und Niederlagen. Schulsozialarbeit begegnet Kindern und Jugendlichen direkt in dieser Lebenswelt. Sie finden hier eine nicht-schulische Vertrauensperson, die vor allem Schülern, aber auch ihre Eltern und Lehrern auf dem Weg durch den schulischen Alltag unterstützt.
Welches Ziel verfolgt Schulsozialarbeit?
Schulsozialarbeit setzt sich zum Ziel, Kinder und Jugendliche dabei zu unterstützen, ihren Platz in der Gesellschaft zu finden. Die Schulsozialarbeiterin ist Ansprechpartnerin für Schüler, Eltern und Lehrern mit dem Ziel Bildungs- und Erziehungsaufgaben gemeinsam zu meistern.
Methoden der Schulsozialarbeit:
- Einzelfallberatung nach systemischem Ansatz
- Gruppenberatung
- Hausbesuche
- Begleitung zu Ämtern und anderen Institutionen
- Projektstunden zu verschiedenen Themen; z.B. Mobbing, (häusliche) Gewalt
- Soziales Lernen
So erreichen Sie mich:
Meine Kontaktzeiten in der Schule sind
Montag bis Donnerstag: 09.00 – 14.00 Uhr
Freitags: 09.00 – 13.00 Uhr
Ansonsten auch gern per E-Mail oder Handy.
Unser Schulhund Adele
Seit Herbst 2008 bereichert Adele – eine braune Labradorhündin – als Therapiehund unsere Schule.
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Um den Schulalltag zu meistern, absolviert Adele gemeinsam mit ihrer Therapiehundehalterin und gleichzeitig Förderpädagogin und Lehrerin an unserem Förderzentrum Peggy Kirschbaum im Nordwesten Dänemarks auf der Halbinsel Thy auf Wikkegaard eine Ausbildung zum Therapie-/ Assistenzhund.
Im Förderzentrum Sprachheilschule „Käthe Kollwitz“ arbeitet der Schulhund in drei Klassen fest im Unterricht seiner Hundeführerin mit. Davon unabhängig besucht er alle Klassen des Förderzentrums mindestens einmal jährlich in so genannten Hundestunden. Hier wird die Begegnung mit Hunden trainiert, der richtige Umgang besprochen, aber auch Informationen rund um den Hund gelernt. Im jährlich stattfindenden Stottererkurs unserer Schule ist Adele ein wichtiger Bestandteil.
Adele kann bei zahlreichen sprachtherapeutischen Aufgaben eingesetzt werden, aber auch soziale Aspekte, wie das Erlernen von Rücksichtnahme und Empathie, fördern.
Trainingsraummethode
Ein Programm zur Stärkung der Eigenverantwortung der Schule (Schulteil B, Mittelschule)
Grundlage der Trainingsraum-Methode ist die Anerkennung, dass Lehrer und Schüler sich in der Schule in einer Gemeinschaft befinden. Diese Gemeinschaft ist durch klare Regeln und klare Konsequenzen gekennzeichnet.
Der Trainingsraum
ein Angebot für Schüler, über ihr Verhalten nachzudenken
eigens eingerichteter Raum, ist von ausgebildeten Trainingsraumlehrern ab der 3.Unterrichtsstunde besetzt
Hier finden die eigentlichen Lernprozesse der Schüler statt.
In einem abgeschirmten Bereich finden Gespräche statt. Die Schüler denken mit Hilfe des Trainingsraumlehrers über ihr Störverhalten nach und überlegen, wie sie in Zukunft in einer solchen Situation erfolgreicher handeln.
Die Schüler erstellen einen Plan, in dem ihr Ziel deutlich wird.
Grundrechte für Schüler und Lehrer
Jeder Schüler, jede Schülerin hat das Recht auf einen guten Unterricht und die Pflicht, diesen störungsfrei zu ermöglichen.
Jeder Lehrer, jede Lehrerin hat das Recht auf einen störungsfreien Unterricht und die Pflicht, diesen gut zu gestalten.
Rechte und Pflichten von Lehrern und Schülern müssen von allen gewahrt, respektiert und erfüllt werden.
Die Regeln unserer Schule
Ich befolge die Anweisungen meiner Lehrer.
Ich verhalte mich rücksichtsvoll und achte das Eigentum anderer.
Ich höre zu, wenn andere sprechen.
Ich melde mich und warte, bis ich aufgerufen werde.
Ich passe im Unterricht auf und beteilige mich.
Elterninitiative für mutistische Kinder
Liebe Eltern,
im Mai 2010 wurde in Leipzig (stellvertretend für ganz Sachsen) eine Elterninitiative für mutistische Kinder gegründet.
Im Bundesland Sachsen gibt es unseres Wissens keinen Ansprechpartner, der sich als Experte im Bereich der therapeutischen Begleitung ausweisen kann.
Ziel der Elterninitiative ist es, Erfahrungen auszutauschen, anhand derer neue Sichtweisen auf das Störungsbild erhalten werden und neue Ansätze zum Umgang mit Mitmenschen, Verwandten, Lehrern und mit dem „kleinen Schweiger“ selbst gewonnen werden können.
Es ist vorgesehen, dass zu den zwanglosen Treffen Ärzte, Logopäden, Psychologen, Verhaltenstherapeuten und Sprachheilpädagogen eingeladen werden, die Auskunft über das Störungsbild und über Möglichkeiten der Intervention geben sollen.
Das Treffen soll 2-3 mal im Jahr für Eltern in und um Leipzig, Chemnitz und Dresden stattfinden, so dass auch diese Regionen vom Erfahrungsaustausch und dem therapeutischen Netzwerk profitieren.
Die letzten Treffen fanden im August 2010 und im November 2011 statt und waren für alle Teilnehmer sehr hilfreich.
Der Termin für das nächste Treffen ist am 23.9.2011, um 19.00 Uhr im Café „Knicklicht“ in der Dresdner Straße 79 in 04317 Leipzig.
Dr. B. Jekosch-Stein
(Beratungsstelle für sprach- und stimmgestörte Kinder und Jugendliche am Förderzentrum Sprachheilschule Leipzig)
Intensivsprachkurs für stotternde Kinder
Veranstaltungsort:
Förderzentrum Sprachheilschule „Käthe Kollwitz“, Schulteil A
Teilnehmerkreis:
Schüler des Förderzentrums Sprachheilschule „Käthe Kollwitz“ der Kl. 2 – 6
Schüler aus Grund- und Mittelschulen der Klassen 2 - 6
Termin:
erste Woche der Winterferien (täglich von 08:30 Uhr bis 15:00 Uhr)
Ziel des Intensivsprachkurses:
Die Schüler sollen einen Einblick in das flüssige Sprechen gewinnen.
Das Stottern soll verändert werden.
Es soll Angst abgebaut und Selbstsicherheit aufgebaut werden.
Die Schüler können während dieser fünf Tage natürlich nicht zum symptomfreien Sprechen geführt werden. Ihnen soll aber bewusst werden, dass es Sprechtechniken gibt, die es Ihnen ermöglich, fließend sprechen zu können.
Folgende Elemente sind Grundlage für unseren Intensivsprachkurs:
- Die Sprechleistungsstufen nach K.-P. Becker
- Die Stotterkontrolle nach H. Prüß: Die Grundlage der Stotterkontrolle bildet der sehr leise und weiche Stimmeinsatz.
- Die Sprechregeln für das erfolgreiche Sprechen
- Die tiergestützte Sprachtherapie: Seit dem Schuljahr 2008/09 wird unser Intensivsprachkurs durch den Einsatz eines Therapiehundes (Adele) bereichert.
- Die Entspannungstechnik „Yoga“.
An dem Sprachkurs können 15 Schüler teilnehmen. Es werden 3 Kleingruppen gebildet, die jeweils von zwei Sprachheillehrern betreut werden. Dazu kommen noch die Sprachheillehrerin, die für die tiergestützte Sprachtherapie verantwortlich ist und eine weitere Sprachheillehrerin, die als Yogalehrerin tätig ist.
Die verbesserte Schuleingangsphase (VSEP)
Seit dem Schuljahr 2006/ 2007 werden am Förderzentrum Sprachheilschule „Käthe Kollwitz“ Klassen der verbesserten Schuleingangsphase (VSEP) geführt.
Notwendig erschien dies, da im Feststellungsverfahren für Schulanfänger zunehmend Kinder diagnostiziert wurden, die offensichtlich keine ausreichende Schulfähigkeit besaßen und absehbar war, dass diese die Lernziele der ersten Klasse nicht in einem Schuljahr erreichen.
Die Lerninhalte des sächsischen Regellehrplanes für Klasse 1 werden in diesen speziellen Klassen auf zwei Jahre ausgedehnt, um den Schülern eine optimale Förderung zu ermöglichen, anfänglich oft noch fehlende schulische Basisfähigkeiten auszubilden und den umfassenden Störungsbildern (Sprach-, Wahrnehmungs-, Motorik - und allgemeine Entwicklungsstörungen) gerecht zu werden.
Das Lernen ist gekennzeichnet durch starke Kleinschrittigkeit und intensive Wiederholung (ähnlich dem Lehrplan für Lernförderschulen). Dies erfolgt körperbetont und alle Sinne ansprechend.
Im kleinen Klassenverband findet außerdem eine ganzheitliche Förderung und Stärkung der kindlichen Persönlichkeit und intensives Sprachtraining statt.
Am Ende der zwei Jahre werden die Kinder je nach Entwicklungsstand und Prognose an unserem Förderzentrum in der regulären Klasse 2 weiter unterrichtet, in Heimatgrundschulen oder wenn notwendig in andere Förderschulen umgeschult.
Copyright © 2005 Förderzentrum Sprachheilschule "Käthe Kollwitz" Leipzig
zuletzt geändert am Freitag, 19. August 2011